Wie alles begann: unsere Schule in Zeitungen von 2001

Beim Stöbern für unser Jubiläumsjahr sind uns zwei Zeitungsartikel aus dem Spätsommer 2001 in die Hände gefallen. Sie erzählen von den letzten Tagen vor dem Start und vom ersten Schultag.

Am 24. August 2001 berichtete die Märkische Allgemeine im Ruppiner Tageblatt unter der Überschrift „Lindgrüner Sinnesraum“ über die Vorbereitungen. In nur drei Wochen war aus einem grauen Flur ein heller, warmer Ort geworden, mit roten und gelben Türen und orangefarbenen Wänden. Zwischen Farbgeruch und Baustaub saßen die beiden künftigen Lehrkräfte Christine Wiese und Stephan Pauli und planten den Start. Pauli war damals 26 Jahre alt und nach Angaben der Zeitung der jüngste Schulleiter Deutschlands. Der Artikel beschreibt, was bis heute unseren Schulalltag prägt: Die Kinder lernen jahrgangsgemischt, bestimmen ihr Tempo selbst und arbeiten mit den Montessori-Materialien, die damals schon drei Räume füllten. Stephan Pauli brachte es so auf den Punkt: „Jeder wird dort gepackt, wo es gerade nötig ist.“ Zunächst war nur das untere Stockwerk fertig, dazu gehörte ein lindgrüner Sinnesraum zum Entspannen. Ines Ranke vom Beruflichen Bildungszentrum der Prignitzer Wirtschaft, dem damaligen Träger, rechnete damit, dass die Schule jedes Jahr um ein bis zwei Räume wachsen würde.

Wenige Tage später, am Sonnabend, dem 1. September 2001, wurde die Schule feierlich eröffnet. Ehrengast war Brandenburgs Bildungsminister Steffen Reiche, den die Zeitung augenzwinkernd zum „Märchen-Minister“ machte: Wie in Dornröschen sollte er die Schule wachküssen. Für die 21 Schulanfänger:innen hatten sich die Eltern etwas Besonderes ausgedacht. Als Zirkus „Chianti-Spirelli“ traten sie als Jongleure, Clowns und Artisten auf. Der Artikel erinnert auch daran, wem die Schule ihre Entstehung verdankt: dem Elternverein „Neue Grundschule Neuruppin“, der damals 35 Mitglieder zählte. Ohne dieses Engagement, so heißt es dort, wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Wenn wir die Artikel heute lesen, staunen wir, wie viel von damals noch da ist. Aus 21 Kindern sind rund 240 geworden, aus einer Etage mehrere Schulgebäude. Die Idee, mit der alles begann, ist geblieben.

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