Schreiben statt Streiten
Mit einer Geschichte über einen mürrischen Drachen, der durch die freundlichen Worte der „Sternenfeder“ besänftigt werden konnte, fanden die Kinder einen spielerischen Einstieg in das Thema Frieden. Das Lied „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg regte anschließend zum Nachdenken darüber an, warum Frieden für alle Menschen so wichtig ist. Im kreativen Teil konnten die Kinder selbst mit Worten experimentieren: Sie verfassten Reimgedichte, Akrostichons, Elfchen und Briefe oder vervollständigten Satzanfänge rund um das Thema Frieden. Dabei wurde deutlich: Worte können verletzen, aber sie können auch Brücken bauen. Frieden beginnt dort, wo wir miteinander statt übereinander sprechen.
Das Friedenstier
Was bedeutet Frieden eigentlich für mich? Dieser Frage gingen die Kinder im Workshop „Das Friedenstier“ auf vielfältige Weise nach. Sie lernten unterschiedliche Friedenssymbole kennen und tauschten sich darüber aus, wo und wie sie Frieden in ihrem eigenen Alltag erleben. Eine Geschichte über das Friedenstier machte deutlich, dass Frieden für jeden Menschen etwas ganz Persönliches bedeuten kann. Gemeinsam wurde überlegt, welche kleinen Gesten zu einem friedlichen Miteinander beitragen: zuhören, helfen, Rücksicht nehmen oder sich bewusst Zeit füreinander nehmen. Anschließend gestalteten die Kinder ihr eigenes Friedenstier, gaben ihm einen Namen und statteten es mit besonderen Eigenschaften aus. So entstanden ganz individuelle Botschafter für Frieden, Freude, Mut und Trost.
Friedenskonferenz der Tiere
Angeregt durch Erich Kästners 1949 erschienenen Roman „Die Konferenz der Tiere“ beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, welche Verantwortung Erwachsene für die Zukunft unserer Welt tragen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Klimaschutz. Die Kinder überlegten, welche Forderungen sie an die Erwachsenen haben, und entwickelten anschließend ihren eigenen Friedensvertrag. Darin formulierten sie drei Regeln, die ihrer Meinung nach für die gesamte Menschheit gelten sollten. Auch die Frage, ob Gewalt jemals ein geeignetes Mittel sein kann, um Frieden zu schaffen, wurde gemeinsam diskutiert. Zum Abschluss stand Kästners zentrale Botschaft im Mittelpunkt: Erwachsene sollten lernen, die Welt auch mit den Augen der Kinder zu betrachten.
Gemeinsam sind wir stark – Teamspiele
Im Workshop „Teamspiele“ wurde Frieden vor allem durch gemeinsames Handeln erfahrbar. Kinder aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgängen trafen in bunt gemischten Gruppen aufeinander und stellten sich gemeinsam verschiedenen Herausforderungen. Im Mittelpunkt stand der Fröbelturm: Nur durch Geschick, Geduld, gegenseitige Rücksichtnahme und gute Kommunikation konnte der Turm gemeinsam aufgebaut werden. Manche Gruppen meisterten die Aufgabe mit Bravour, andere erkannten, woran sie bei der nächsten Zusammenarbeit noch arbeiten können. Ergänzt wurde das Programm durch gemeinsames Malen, kreatives Gestalten, Singen und Tanzen zu den Liedern von 6K UNITED!. Dabei entstanden viele schöne Begegnungen und die wichtige Erfahrung: Gemeinsam können wir mehr erreichen als allein.
Sprechen mit dem Herzen
Wie können Worte dazu beitragen, Konflikte zu lösen, statt sie zu verschärfen? Im Workshop „Sprechen mit dem Herzen“ beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, wie eine friedliche und wertschätzende Kommunikation gelingen kann. Dabei lernten sie die sogenannte Giraffensprache und Wolfssprache kennen. Sie erfuhren, wie unterschiedlich Worte wirken können und wie wichtig es ist, Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken. Anhand verschiedener Situationen konnten die Kinder ausprobieren, wie aus verletzenden oder anklagenden Aussagen einfühlsame und respektvolle Worte werden können. So wurde deutlich: Friedliches Miteinander beginnt nicht erst beim großen Konflikt, sondern bei der Art, wie wir täglich miteinander sprechen.
„Imagine“ – Eine Welt ohne Grenzen
John Lennons „Imagine“ führte die Kinder musikalisch und sprachlich in die Vision einer friedlicheren Welt. Gemeinsam analysierten und übersetzten sie den Songtext und setzten sich mit den darin enthaltenen Vorstellungen von einer Welt ohne Grenzen, Konflikte und Trennung auseinander. Dabei entstanden Gespräche über die Frage, wie eine solche Welt aussehen könnte und was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Ihre Gedanken und Ideen brachten die Kinder anschließend kreativ auf Plakaten zum Ausdruck. So wurde aus einem bekannten Lied eine persönliche Auseinandersetzung mit der Hoffnung auf eine Welt, in der Menschen friedlich und respektvoll miteinander leben.
Die Kinder-UNO
In der „Kinder-UNO“ konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Vereinten Nationen spielerisch kennenlernen. Sie setzten sich mit den Aufgaben und Zielen der UNO auseinander und erfuhren, wie internationale Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Frieden zu sichern und Konflikte zu lösen. In verschiedenen spielerischen Situationen schlüpften die Kinder in unterschiedliche Rollen und erlebten, wie schwierig, aber auch wie wichtig es sein kann, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dabei wurde deutlich, dass Frieden Zusammenarbeit, Gesprächsbereitschaft und Kompromisse braucht. Die Kinder erhielten so einen Einblick in die Frage, wie Menschen und Staaten gemeinsam Verantwortung für eine friedlichere Welt übernehmen können.
Kinderrechte – Frieden braucht Rechte
Im letzten Workshop standen die Rechte der Kinder im Mittelpunkt. Gemeinsam beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler damit, welche Rechte jedem Kind zustehen und warum diese für ein gutes und friedliches Zusammenleben so wichtig sind. Sie setzten sich damit auseinander, dass Kinder überall auf der Welt das Recht auf Schutz, Bildung, Beteiligung und eine sichere Umgebung haben. Dabei wurde deutlich, dass Frieden und Kinderrechte eng miteinander verbunden sind: Wo Menschenrechte geachtet werden, können Kinder frei, sicher und mit Respekt aufwachsen. Der Workshop regte dazu an, die eigenen Rechte zu kennen, die Rechte anderer zu respektieren und Verantwortung für ein faires Miteinander zu übernehmen.








