Eine Kiste wandert durch unsere Schule. Von Klasse zu Klasse, von der Grundschule bis in die Oberschule. Darin: das Jahr 2001, unser Gründungsjahr.
Wir haben Erinnerungsstücke gesammelt, die heute schon fast aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Ein Handy aus der Zeit, als Telefone noch telefonierten, Tasten hatten und eine Woche mit einer Akkuladung auskamen. Ein Euro-Starterkit, das damals viele Familien nach Hause trugen, um sich an die neuen Münzen zu gewöhnen, bevor sie im Januar 2002 den Vorgänger ablösten. Fotos vom 11. September, die den Kindern von 2001 und ihren Eltern in Erinnerung geblieben sind. Und eine DVD mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“, dem Film, der in diesem Jahr in die Kinos kam.
Dazu enthält die Box etwas, das über das Staunen hinausgeht: einen Vergleich zwischen 2001 und 2026. Gesellschaft, Technik, Wirtschaft, Alltag, Schule. Was hat damals ein Brot gekostet, was ein Computer? Wie viele Menschen hatten ein Mobiltelefon, wie viele einen Internetanschluss? Wer war Bundeskanzler:in, wie viele Einwohner hatte Neuruppin, was lief im Radio?
Genau das macht die Zeitkapsel zu mehr als einer Sammlung alter Dinge. Sie lässt sich im Unterricht auf ganz unterschiedliche Weise nutzen. In der Grundschule als Anlass zum Betrachten, Anfassen und Vergleichen, zum Rechnen mit alten und neuen Preisen, zum Erzählen. In der Oberschule als Material für Fragen nach Ursachen und Folgen: Was hat sich in 25 Jahren verändert, warum, und wer hat davon profitiert? Ein Zeitzeugengespräch mit Eltern oder Großeltern schließt sich ebenso an wie eine eigene Recherche oder eine Diskussion darüber, was von 2001 heute noch nachwirkt.
Und natürlich stellt die Box eine Frage, die uns das ganze Jubiläumsjahr begleitet: Was würden wir heute einpacken für jemanden, der die Kiste im Jahr 2051 öffnet?




